Kompetenzbereich Sektorkopplung/Systemintegration

In Zusammenhang mit der Umsetzung der Energiewende sollte nicht nur der Stromsektor, sondern auch der Wärme- und Verkehrssektor berücksichtigt werden. Der Anteil der Erneuerbaren Energien beträgt in diesen Sektoren bundesweit bisher lediglich 13,1 bzw. 5,2 Prozent (Stand 2017).

Die Kopplung der verschiedenen Sektoren ist besonders vor dem Hintergrund des volatilen Angebots der Erneuerbaren Energien von großer Bedeutung. Wenn in Spitzenlastzeiten die erneuerbar erzeugte Energie nicht verwendet oder gespeichert werden kann, kommt es zur Abregelung von Anlagen. Durch die Kopplung der Sektoren, welche beispielsweise über „Power-to-X“- und Speichertechnologien hergestellt werden kann, kann das gesamte Stromversorgungssystem optimiert und der Ausstoß von Treibhausgasen verringert werden. Die Integration der Erneuerbaren Energien in das bestehende Stromversorgungssystem stellt die Akteure jedoch vor große Herausforderungen. Das volatile Angebot erneuerbarer Energien und die kleinteilige, dezentralere Erzeugung erfordern eine intensive Vernetzung aller Komponenten und Austauschprozesse für Energiemärkte und Netzbetreiber.

Der Forschungsbedarf auf dem Gebiet der Sektorkopplung und der Systemintegration ist demnach nach wie vor sehr hoch und es bestehen weiterhin eine Vielzahl von Herausforderungen, für die es mit Hilfe der Wissenschaft Lösungen zu suchen gilt.

Ein Projekt der FuE-Zentrum FH Kiel GmbH

Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH