Kompetenzbereich Geothermie

Die zwei größten Vorteile der Erdwärme sind ihre permanente Verfügbarkeit und ihre Wetterunabhängigkeit. Das Erdinnere strahlt an jedem Ort und zu jeder Zeit gleichmäßig Wärme aus, deren energetisches Potential zum Heizen oder zur Erzeugung von Strom genutzt werden kann. Man unterscheidet zwischen oberflächennaher (bis 400m Tiefe) und tiefer (400m bis ca. 7.000m Tiefe) Geothermie.

Das Potential der geothermischen Energie in Schleswig-Holstein ist besonders für Raumwärme, aber auch für die Stromproduktion geeignet. Die Geothermie nimmt im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energieformen, aufgrund seiner Grundlastfähigkeit eine besondere Stellung ein. Da sie witterungs- und tagesformunabhängig ist, ist sie zur Deckung der Grund- und Mittellast im Wärme- als auch im Strommarkt besonders geeignet.

Eine Markbeobachtung des Umweltbundesamtes aus 2016 zeigte, dass in ca. 40% aller Neubauten Wärmepumpen bereits eingesetzt werden. Um den Anteil der Erneuerbaren Energien im Heizsystem nachzukommen bieten sich Heizsysteme an, die Erdwärme nutzen (siehe auch Erdwärme Tipps für Hausbesitzer und Bauherren vom Bundesverband Geothermie). Das Heizen mit Erneuerbaren Energien wird von der Bundesregierung über ein Marktanreizprogramm gefördert.

Forschungen im Bereich Geothermie umfassen vor allem die Optimierung der Nutzung oberflächennaher Geothermie und die Weiterentwicklung der Verwertung tiefer Geothermie.

Viele Daten und Fakten zur Geothermie, unter anderem in Schleswig-Holstein, finden Sie auf der Seite von Föderal Erneuerbar - Erdwärme und auf den Seiten der Agentur für Erneuerbare Energien.

Ein Projekt der FuE-Zentrum FH Kiel GmbH

Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH